Puma – 67 Punkte

footprint-Score: B- (67 von 100 Punkten)

Branche: Sportartikelindustrie (Bekleidung, Schuhe, Accessoires)

Umsatz: Über 8,8 Milliarden Euro

Unternehmensübersicht:

PUMA ist ein weltweit führender Sportartikelhersteller mit Sitz in Herzogenaurach, Deutschland. Das Unternehmen bietet ein breites Sortiment an Sport- und Lifestyle-Produkten an und hat in den letzten Jahren verstärkt Maßnahmen zur Nachhaltigkeit in seine Produktionsprozesse integriert. Es setzt zunehmend auf nachhaltige Materialien, CO₂-Reduktion und faire Arbeitsbedingungen, bleibt jedoch weiterhin ein klassischer Massenproduzent mit Fast-Fashion-ähnlichen Produktzyklen.


1. Bewertung der Nachhaltigkeit des Business-Modells (0 von 10 Punkten)

Zusätzlich zur operativen Nachhaltigkeit wird bewertet, ob die Nachhaltigkeit im Kern des Geschäftsmodells verankert ist.

LevelMerkmalBeispielPunkte
Level 1 – Nachhaltigkeit ist nicht Kern des GeschäftsmodellsDas Unternehmen hat nachhaltige Einzelprodukte oder Initiativen, aber das Kerngeschäft bleibt konventionell. Nachhaltigkeit ist kein wesentlicher Bestandteil der Wertschöpfung.Reduktion des Plastikanteils, nachhaltigere Materialien in bestehenden Produkten.0 Punkte
Level 2 – Ersetzt problematische ProdukteDas Unternehmen ersetzt nicht-nachhaltige Produkte durch eine nachhaltigere Alternative, ohne das Konsumverhalten grundlegend zu ändern.Fair-Trade-Kaffee statt konventionellem Kaffee, vegane Kosmetik statt konventioneller Kosmetik.3 Punkte
Level 3 – Marktveränderndes GeschäftsmodellDas Unternehmen verändert das Konsumverhalten durch Kreislaufwirtschaft, Sharing Economy oder radikale Ressourcenschonung.Miet- oder Mehrwegsysteme, Zero-Waste-Geschäftsmodelle, Plattformen für nachhaltigen Konsum.6 Punkte
Level 4 – Systemverändernde InnovationDas Unternehmen disruptiert ein bestehendes System durch klimapositive Wertschöpfung, regenerative Materialien oder völlig neue Produktionsweisen.100 % geschlossene Kreislaufwirtschaft, CO₂-negative Produktion.10 Punkte

PUMA erhält 0 Punkte für das Business-Modell, da Nachhaltigkeit nicht der Kern des Geschäftsmodells ist. Das Unternehmen fällt in Level 1 („Nachhaltigkeit ist nicht Kern des Geschäftsmodells“), da es weiterhin auf lineare Produktionsmodelle mit hohem Ressourcenverbrauch setzt.

Warum keine Punkte?

  • PUMA setzt auf nachhaltigere Materialien, bleibt jedoch ein Massenproduzent mit Fast-Fashion-ähnlichen Produktzyklen.
  • Keine tiefgreifende Marktveränderung oder Kreislaufwirtschaftsmodelle auf großer Skala.
  • Unternehmen mit Miet- oder Wiederverwendungsmodellen (z. B. Patagonia, Mud Jeans) würden in Level 2 oder höher fallen.

2. Bewertung der Dimensionen (64 von 90 Punkten)

Klimaneutralität (22 von 30 Punkten)

Effektivität (12 von 15 Punkten)

Einstufung: Level 6 – Gute Umsetzung mit internen Standards

Begründung:

  • PUMA setzt auf erneuerbare Energien in seinen Produktionsstätten und reduziert kontinuierlich seine CO₂-Emissionen.
  • Einführung von CO₂-Reduktionsmaßnahmen entlang der Lieferkette.
  • Fehlende vollständige Klimaneutralität und kein klarer Net-Zero-Plan bis 2030.

Transparenz (10 von 15 Punkten) – Abwertung wegen Greenwashing

Einstufung: Level 5 – Transparenz mit Verbesserungspotenzial

Begründung:

  • PUMA veröffentlicht regelmäßig detaillierte Nachhaltigkeitsberichte und orientiert sich an GRI-Standards.
  • Warum Greenwashing?
    • Es gibt keine vollständige Offenlegung der Scope-3-Emissionen mit klaren Reduktionszielen.
    • Viele Maßnahmen basieren auf Pilotprojekten, die nicht auf das gesamte Unternehmen angewendet werden.
  • Daher erfolgt eine Herabstufung der Transparenzbewertung um zwei Level.

Soziale Verantwortung (24 von 30 Punkten)

Effektivität (12 von 15 Punkten)

Einstufung: Level 6 – Gute Umsetzung mit internen Standards

Begründung:

  • PUMA ist Mitglied der Fair Labor Association und führt regelmäßige Audits bei seinen Zulieferern durch.
  • Starker Fokus auf existenzsichernde Löhne und Arbeitsrechte in den Produktionsländern.
  • Verbesserungspotenzial besteht in der vollständigen Umsetzung existenzsichernder Löhne für alle Zulieferbetriebe.

Transparenz (11 von 15 Punkten) – Abwertung wegen Greenwashing

Einstufung: Level 5 – Transparenz mit Verbesserungspotenzial

Begründung:

  • PUMA legt soziale Standards offen und kommuniziert Fortschritte und Herausforderungen transparent.
  • Warum Greenwashing?
    • Fehlende unabhängige Prüfberichte über die tatsächliche Umsetzung existenzsichernder Löhne.
    • Keine externe Zertifizierung über die gesamte Lieferkette.
  • Daher erfolgt eine Herabstufung der Transparenzbewertung um zwei Level.

Kreislaufwirtschaft (21 von 30 Punkten)

Effektivität (10 von 15 Punkten)

Einstufung: Level 5 – Erste systematische Ansätze

Begründung:

  • PUMA nutzt zunehmend recycelte Materialien und entwickelt nachhaltigere Produktlinien.
  • Fehlende großflächige Rücknahmeprogramme oder umfassende Kreislaufstrategien wie bei Vorreitern (z. B. Patagonia, Mud Jeans).

Transparenz (11 von 15 Punkten) – Abwertung wegen Greenwashing

Einstufung: Level 5 – Transparenz mit Verbesserungspotenzial

Begründung:

  • Offenlegung von Recyclingquoten und Materialzusammensetzung vieler Produkte.
  • Warum Greenwashing?
    • Keine externe Zertifizierung nach Cradle-to-Cradle oder vergleichbaren Standards.
    • Pilotprojekte für Kreislaufwirtschaft werden stark beworben, sind aber nicht flächendeckend umgesetzt.
  • Daher erfolgt eine Herabstufung der Transparenzbewertung um zwei Level.

3. Gewichtung der Dimensionen und Berechnung der Gesamtpunktzahl

KategoriePunkte (max. 30)Gewichtung (20 % / 40 % / 40 %)Gewichteter Wert
Klimaneutralität2220 %4,4
Soziale Verantwortung2440 %9,6
Kreislaufwirtschaft2140 %8,4
Nachhaltigkeit des Business-Modells00,0
Gesamtpunktzahl64 von 100100 %64

4. Verwendete Quellen

  1. PUMA – Offizielle Website
  2. PUMA – Nachhaltigkeitsbericht
  3. Annual Report PUMA
  4. Fair Labor Association
  5. GRI Standards

📌 Diese Bewertung basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen und orientiert sich an der bereitgestellten Bewertungsmethode. Für eine genauere Einschätzung wären zusätzliche interne Nachweise, Zertifizierungen und externe Prüfberichte notwendig.

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Richard Stefani

Gründer von myfootprint und Entwickler des myfootprint-Scores.

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