adidas – 54 Punkte

footprint-Score: C (54 von 100 Punkten)

Branche: Sportartikelindustrie (Bekleidung, Schuhe, Accessoires)

Umsatz: Über 22 Milliarden Euro

Unternehmensübersicht:

Adidas ist einer der weltweit führenden Hersteller von Sportbekleidung und Schuhen. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren verstärkt auf nachhaltige Materialien und Recycling-Programme gesetzt. Dennoch bestehen weiterhin Herausforderungen in den Bereichen Transparenz, Lieferkettenverantwortung und Kreislaufwirtschaft. Nachhaltigkeit ist eine wachsende Priorität, aber noch kein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells.


1. Bewertung der Nachhaltigkeit des Business-Modells (0 von 10 Punkten)

Zusätzlich zur operativen Nachhaltigkeit wird bewertet, ob die Nachhaltigkeit im Kern des Geschäftsmodells verankert ist.

LevelMerkmalBeispielPunkte
Level 1 – Nachhaltigkeit ist nicht Kern des GeschäftsmodellsDas Unternehmen hat nachhaltige Einzelprodukte oder Initiativen, aber das Kerngeschäft bleibt konventionell. Nachhaltigkeit ist kein wesentlicher Bestandteil der Wertschöpfung.Verwendung recycelter Materialien in Schuhen und Bekleidung.0 Punkte
Level 2 – Ersetzt problematische ProdukteDas Unternehmen ersetzt nicht-nachhaltige Produkte durch eine nachhaltigere Alternative, ohne das Konsumverhalten grundlegend zu ändern.Vegane Alternativen zu Leder, nachhaltige Produktlinien.3 Punkte
Level 3 – Marktveränderndes GeschäftsmodellDas Unternehmen verändert das Konsumverhalten durch Kreislaufwirtschaft, Sharing Economy oder radikale Ressourcenschonung.Rücknahme- und Recyclingprogramme, Second-Hand-Vertrieb als Geschäftsmodell.6 Punkte
Level 4 – Systemverändernde InnovationDas Unternehmen disruptiert ein bestehendes System durch klimapositive Wertschöpfung, regenerative Materialien oder völlig neue Produktionsweisen.100 % geschlossene Kreislaufwirtschaft, CO₂-negative Produktion.10 Punkte

Adidas erhält 0 Punkte für das Business-Modell, da Nachhaltigkeit nicht der Kern des Geschäftsmodells ist. Das Unternehmen fällt in Level 1 („Nachhaltigkeit ist nicht Kern des Geschäftsmodells“), da es weiterhin auf Massenproduktion und häufig wechselnde Kollektionen setzt.

Warum keine Punkte?

  • Adidas setzt auf nachhaltigere Materialien, bleibt jedoch ein Massenproduzent mit hohem Ressourcenverbrauch.
  • Keine tiefgreifende Marktveränderung oder Kreislaufwirtschaftsmodelle auf breiter Skala.
  • Unternehmen mit Miet-, Wiederverwendungs- oder geschlossenen Kreislaufmodellen (z. B. Patagonia, Mud Jeans) würden in Level 2 oder höher fallen.
  • Pilotprojekte wie “Made to Be Remade” sind erste Schritte, aber noch keine zentrale Geschäftsstrategie.

2. Bewertung der Dimensionen (54 von 90 Punkten)

Klimaneutralität (20 von 30 Punkten)

Effektivität (11 von 15 Punkten)

Einstufung: Level 5 – Fortschrittliche Maßnahmen mit Optimierungspotenzial

Begründung:

  • Adidas setzt auf nachhaltige Materialien und erneuerbare Energien in der Produktion.
  • Klimaziele für 2050 festgelegt, aber noch keine vollständige Net-Zero-Strategie.
  • Fehlende Berichterstattung über detaillierte CO₂-Emissionen in der Lieferkette.

Transparenz (9 von 15 Punkten) – Abwertung wegen Greenwashing

Einstufung: Level 4 – Etablierte Maßnahmen mit Defiziten

Begründung:

  • Adidas veröffentlicht Nachhaltigkeitsberichte, aber Daten zu CO₂-Emissionen könnten detaillierter sein.
  • Warum Greenwashing?
    • Adidas hat zwar CO₂-Reduktionsziele, aber keine vollständige Strategie für Scope-3-Emissionen.
    • Viele Maßnahmen basieren auf Pilotprojekten, die nicht auf das gesamte Unternehmen angewendet werden.
  • Daher erfolgt eine Herabstufung der Transparenzbewertung um zwei Level.

Soziale Verantwortung (20 von 30 Punkten)

Effektivität (11 von 15 Punkten)

Einstufung: Level 5 – Fortschrittliche Maßnahmen mit Optimierungspotenzial

Begründung:

  • Adidas ist Mitglied der Fair Labor Association und hat Maßnahmen zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen ergriffen.
  • Arbeitsbedingungen in Zulieferbetrieben bleiben eine Herausforderung.

Transparenz (9 von 15 Punkten) – Abwertung wegen Greenwashing

Einstufung: Level 4 – Etablierte Maßnahmen mit Defiziten

Begründung:

  • Adidas veröffentlicht Berichte über soziale Standards, aber Lieferantenpraktiken sind nicht vollständig offengelegt.
  • Warum Greenwashing?
    • Fehlende externe Validierung existenzsichernder Löhne in der gesamten Lieferkette.
    • Keine vollständige Transparenz über Lohnstrukturen bei Zulieferern.
  • Daher erfolgt eine Herabstufung der Transparenzbewertung um zwei Level.

Kreislaufwirtschaft (15 von 30 Punkten)

Effektivität (8 von 15 Punkten)

Einstufung: Level 4 – Etablierte Maßnahmen mit Defiziten

Begründung:

  • Adidas hat Programme wie “Made to Be Remade” eingeführt, aber keine skalierte Kreislaufstrategie, die den gesamten Produktlebenszyklus umfasst.
  • Fehlende großflächige Rücknahmeprogramme oder umfassende Kreislaufstrategien wie bei Vorreitern (z. B. Patagonia, Mud Jeans).

Transparenz (7 von 15 Punkten) – Abwertung wegen Greenwashing

Einstufung: Level 3 – Grundlegende Berichterstattung mit Defiziten

Begründung:

  • Adidas berichtet über Recyclingprozesse, aber es fehlen externe Validierungen.
  • Warum Greenwashing?
    • Keine externe Zertifizierung über Recyclingquoten.
    • Pilotprojekte für Kreislaufwirtschaft werden stark beworben, sind aber nicht flächendeckend umgesetzt.
  • Daher erfolgt eine Herabstufung der Transparenzbewertung um zwei Level.

3. Gewichtung der Dimensionen und Berechnung der Gesamtpunktzahl

KategoriePunkte (max. 30)Gewichtung (20 % / 40 % / 40 %)Gewichteter Wert
Klimaneutralität2020 %12,0
Soziale Verantwortung2040 %24,0
Kreislaufwirtschaft1540 %18,0
Nachhaltigkeit des Business-Modells00,0
Gesamtpunktzahl54 von 100100 %54

4. Verwendete Quellen

  1. Adidas – Offizielle Website
  2. Adidas – Nachhaltigkeitsbericht
  3. Fair Labor Association – Adidas Mitgliedsprofil
  4. Ellen MacArthur Foundation – Adidas Kreislaufwirtschaft

📌 Diese Bewertung basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen und orientiert sich an der bereitgestellten Bewertungsmethode. Für eine genauere Einschätzung wären zusätzliche interne Nachweise, Zertifizierungen und externe Prüfberichte notwendig.

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Richard Stefani

Gründer von myfootprint und Entwickler des myfootprint-Scores.

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